• Über Franz Ederer


    Portraitaufnahme von Franz Ederer in seiner Werkstatt

    Geboren und aufgewachsen in St.Kathrein am Offenegg, lebt Franz auch noch heute gemeinsam mit seiner Frau Maria in seinem Heimatort. Sein beruflicher Werdegang begann 1961 mit einer Wagner- und Tischlerlehre, die er 1968 mit der Meisterprüfung erfolgreich beendete. Für ein Jahr arbeitete er in Graz, danach übte er das Handwerk 15 Jahre lang in Stuttgart aus, bis er wieder in die Heimat zurückkehrte und zehn Jahre lang in zwei Betrieben in Weiz tätig war. Dem folgte ein siebenjähriger Posten als Leiter einer Werkstatt, bis die Folgen einer Operation in 2000 Franz ein Jahr später in Invaliditätspension zwangen. Doch dieser Schicksalsschlag war für Franz Ederer kein Grund seine Leidenschaft für das Arbeiten mit Holz aufzugeben. Ganz im Gegenteil. Durch eine Initiative des Kapellmeisters von St. Kathrein am Offenegg wurde Franz auf das Brauchtum Ratschen aufmerksam gemacht und der erste Grundstein für das Projekt Ratschenbauer gelegt.

  • Das Projekt Ratschenbauer


    Der Kapellmeister beabsichtigte mit der Jugendblasmusikkapelle von St. Kathrein am Offenegg den alten Brauch des Ratschens wieder aufleben zu lassen. Er machte damit Franz Ederer auf diesen Brauch aufmerksam, welcher dadurch die Idee zum Projekt Ratschenbauer entwickelte, um den Jugendlichen die Ratschen zur Verfügung zu stellen. Bald folgten Ratschenbaukurse in Schulen, sowohl in der Steiermark, als auch im Burgenland. Mithilfe des Steirischen Volksliedwerks wurde eine Forschungsarbeit über diesen Brauch in Auftrag gegeben und Schüler der HTL-Weiz setzten von Franz gefertigte Ratschen in technische Zeichnungen und Bauanleitungen um. Ein großer Wunsch ging für Franz in Erfüllung, als diese in dem Buch RRRATSCHEN von Johanna Paar veröffentlicht wurden. Franz Ederer möchte das alte Brauchtum des Ratschens in der heutigen Zeit den Leuten wieder näher bringen und hat ein aufblühendes Projekt ins Leben gerufen.

    Seit 2003 ist das Projekt Ratschenbauer langsam und stetig gewachsen. Besonderer Dank gilt hierbei den vielen Unterstützern ohne deren - oft unsichtbare Hilfe - all das nicht möglich gewesen wäre!

  • Seine Heimat


    Nicht nur das Ratschen liegt Franz sehr am Herzen, sondern auch die Schönheit und der Schutz der Natur rund um seine Heimatgemeinde, welche früher für das lokale Erzvorkommen bekannt war. St. Kathrein am Offeneg gehört zum Bezirk Weiz, liegt auf 972m Seehöhe im Grazer Bergland umgeben von Teichalm, Brandlucke und Sommeralm  und hat somit ein großes Angebot an Wandermöglichkeiten und Erholung. Deswegen blüht nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch der Tourismus im Ort. Die wilden Orchideen im umliegenden Naturpark Almenland, für dessen Schutz sich Franz seit den 80er Jahren einsetzt, sind besonders hervorzuheben. Er bietet auch geführte Wanderungen durch den Naturpark an, mit dem Schwerpunkt auf seinen pflanzlichen Schützlingen.